OSTERN

„Christos a înviat! “    –     „Adevărat a înviat!“

heißt:“Christus ist auferstanden“  – und als Bestätigung wird geantwortet: „Wirklich, er ist auferstanden!“

Ostern ist in der Orthodoxie und in Rumänien das größte Fest im Jahr und auch bei uns auf dem Kinderbauernhof war ordentlicher Trubel angesagt.

Schon Karfreitag- Nachmittag kamen 25 Kinder aus 2 Kinderheimen aus der Umgebung zu uns zum Ferienlager, um Ostern mit uns zu feiern.

Wir haben Eier gefärbt

und Ostersamstag (zusammen mit unseren Kindern vom Tageszentrum) Brot im Steinofen gebacken und das traditionelle, rumänische Osterbrot gemacht.

Und natürlich bei den traditionellen Feierlichkeiten im Dorf mitgemacht! Samstagnacht sind alle noch einmal aufgestanden, um mit Kerzen in der Hand zur Kirche zu laufen. Und um den Gesängen des orthodoxen Gottesdienstes zu lauschen (der wegen des großen Andrangs immer draußen stattfindet!) und das erste Mal auf den Ruf des Pastors hin „Adevărat a înviat!“ zu antworten!

Nachdem auch noch das nächtliche Ostermahl – die gefärbten Eier, Gemüsekuchen und traditioneller Nusskuchen – genossen wurde, haben wir Sonntagmorgen alle ein wenig ausgeschlafen.

Aber dann das sicherlich Wichtigste, sowohl für unsere Dorfkinder, als auch für die Heimkinder: Eier und Schokohasen suchen!

..und finden:

und teilen!


        Gruppenfoto in Festtagsklamotten und mit den gefundenen Schätzen

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der Frühling kommt!


Schafherde auf der Straße vor dem Haus


draußen basteln


draußen spielen


die „Gustaria“ draußen essen (Jause /Brotzeit um vier)


den Garten vorbereiten


darußen singen


Feierabend

Verhaltenswettbewerb und Besuch im Theater Gong: „König Arthur“

Die Kinder der dritten Klasse haben den Verhaltenswettbewerb gewonnen und als Prämie wurden die 6 Kinder nach Sibiu kutschiert und konnten sich das Kinderstück „König Arthur“ im Theater Gong in Sibiu anschauen.

Der Verhaltenswettbewerb ging darum, welche Klasse sich als Gruppe gut verhalten hat. Punkte wurden zum Beispiel vergeben für: wie gut und freiwillig man in der Klasse und im Hof aufräumt, wie bereitwillig man Hausaufgaben macht, … nicht zuletzt auch, wie aufmerksam man bei den Deutsch- und Englischstunden ist, die von den Freiwilligen gehalten werden.
Also für uns Mitarbeiter (Freiwillige und Festangestellte) war dieser Wettbewerb schon ein Druckmittel. Wenn ich daran denke, bekomme ich ein schlechtes Gewissen. Auf der anderen Seite ist mit dem Wettbewerb auch wirklich ein bisschen Ruhe eingekehrt, die nicht nur uns, sondern vor allem den Kindern gut tut.

Es gab ein kleines Drama, weil der Wettbewerb eben klassenweise und nciht individuell durchgefüht wurde. Eigentlich hätte die vierte Klasse gewonnen, aber dann wurde die Prämie an den zweiten Platz weitergegeben, weil einige Viertklässler am letzten Tag des Wettbewerbs extrem schlechtes Verhalten gegenüber unserer neuen Praktikantin an den Tag gelegt haben.

Also haben wir uns mit 5 Mädels mit Ausgehhandtasche und einem Jungen aus der Dritten auf den Weg in die Stadt gemacht. Im Theater eine sehr angenehme Überraschung: unsere Schützlinge sind die einzigen kleinen Theaterbesucher, die sich vorbildlich benehmen. Wir genießen das lustige Stück, alle 6 Kinder sind tief beeindruckt.
Ein gelungener Theaterbesuch: Was war eure Lieblingsfigur? Was hat Arthur gelernt? Wie hieß noch mal der Böse? Das Geschirr konnte fliegen!
Danach wollten wir eigentlich noch einen schönen Spielplatz aufsuchen, aber es war viel zu windig udn kalt für die schlechte Kleidung der Kinder. Plan B: Kuchen essen gehen! Keine schlechte Alternative.
Jetzt hatte ich seit dem Ausflug wieder die erste Englischstunde mit den Drittklässlern und habe angefangen, mit ihnen (statt Englisch) für die Revista (Zeitschrift über das Tageszentrum, die regelmäßig rauskommt) über den Theaterbesuch zu schreiben udn zu malen. Man merkt richtig, wie stolz sie immer noch sind, die Prämie bekommen zu haben, wie gut ihnen die Belohnung tat. Das Fazit ist für sie: „Wir sind toll! Wir können etwas!“ Und dann können sie auch etwas! Dann sind sie aufmerksam, aufnahmefähig und fühlen sich gut.

 

über diesen Blog

Hier berichten wir (die Freiwilligen des Kinderbauernhofes) von besonderen oder alltäglichen Geschehnissen auf dem Kinderbauernhof Rusciori, unserem Zuhause und unserer Arbeitsstelle.

Ursprünglich wurde die Kinderbauernhof-Stiftung gegründet um rumänischen Stadtkindern von deutschen Schulen Rumäniens einen Einblick in das Landleben zu gewähren. Kühe melken, Tierkinder besuchen, Ralleys, Käse machen, Brot backen, Heilkräuter suchen,… alles draußen!
Auch heute noch kommen jeden Sommer mehrere Gruppen ins „tabara“ (Ferienlager).

Seit einigen Jahren dreht sich das Freiwilligenleben auf dem Kinderbauernhof aber vor allem um das 2006 gegründetete Tageszentrum für die Dorfkinder und damit verbunden um einen engen Kontakt zum Dorf.
Rusciori (dt.: Reußdörfchen) ist klein, bunt, spannend, kinderreich, im Sommer staubig und im Winter matschig.
Die meisten Kinder, die nach der Schule zu uns ins Tageszentrum kommen, kommen aus benachteiligten Roma-Familien.
Die Kinder sind alle sehr unterschiedlich. Das ist es, was das Dorf so bunt und unsere Arbeit so spannend und auch anstrengend macht!